Wie innovative Unternehmen ihre Innovationsstrategie neu gestalten

Indem sie sich auf weniger, aber vielversprechendere Initiativen konzentrieren, können Unternehmen ihr Innovationsprogramm in Krisenzeiten wiederbeleben.

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November 2022
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Das Bild symbolisiert, das innovative Unternehmen Dinge anders machen, als der Rest des Marktes.
© Daco/Adobe Stock

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten neigen Unternehmen oft dazu, ihre Innovationsausgaben zu kürzen, um potenzielle Umsatzeinbußen abzufedern oder auszugleichen. Aber ist diese Vorgehensweise überhaupt sinnvoll? In unserer Arbeit und vielen Strategieprojekten mit Unternehmen aller Größenordnungen haben wir Erfahrungen gemacht, die auf eine andere Empfehlung hindeuten. Daher haben wir drei Thesen zur Innovationsstrategie in der Wirtschaftskrise formuliert. Mit diesen Thesen im Hinterkopf können Sie sicherstellen, dass Ihre Organisation in Krisenzeiten ihre Innovationsressourcen sinnvoll einsetzt.

1. Pauschale Kürzungen über alle Innovationsausgaben hinweg sind nicht hilfreich

Indem Unternehmen einen bestimmten Prozentsatz der Ausgaben pauschal kürzen, halten sie auch all ihre lausigen Projekte am Leben, beeinträchtigen aber gleichzeitig ihre vielversprechendsten und erfolgreichsten Initiativen. Besser ist es, die Innovationsstrategie neu auszurichten und sich auf weniger Projekte zu konzentrieren, die es jedoch wert sind, auch durch schwerere Phasen hindurch fortgeführt zu werden. Alle anderen Projekte, die nicht der angepassten Innovationsstrategie entsprechen, können derweil mit einem „Innovationsstillstand“ belegt werden. Also kurz gesagt: Konzentrierte, mutige Weichenstellungen statt pauschaler Kürzungen.

2. Auf das Maximum reduzieren

In Zeiten des Abschwungs sind viele Innovationsträger in einem Unternehmen mit ihren täglichen Jobs und Aufgaben stark eingebunden. Deshalb sollten Sie Ihr Innovationsteam anpassen und auf das Maximum reduzieren: Trauen Sie sich, Ihr Team auf die Personen zu reduzieren, die nicht anderweitig beschäftigt sind, sondern 100 Prozent ihrer Zeit für Innovationen einsetzen können. Alle anderen werden nach dem „Need-to-know“-Prinzip eingebunden und können sich für bessere Ergebnisse voll und ganz auf ihre anderen Aufgaben konzentrieren.

3. Fokus auf klare Lösungen und Mehrwerte

Wie wir in unserem vorigen Beitrag erwähnt haben, suchen Kunden insbesondere in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten nach einem unmittelbaren und klar erkennbaren Mehrwert, wenn sie neue Lösungen oder Geschäftsmodelle in Betracht ziehen. Konzentrieren Sie sich deshalb auf die Innovationen, die sich in absehbarer Zeit für Ihre Anwender auszahlen, und diese Vorteile auch klar darstellen, anstatt Innovationsressourcen in ausgefallene, riskantere Lösungen und Geschäftsmodelle zu stecken.

Wenn Sie die Widerstandsfähigkeit Ihres Unternehmens gegen die Auswirkungen einer möglichen Rezession noch weiter erhöhen wollen, dann melden Sie sich jetzt für unser kostenloses Digital-Event Success Through Digitized Strategy: Innovation Management am 30. November an. Erfahren Sie, wie ein digitalisierter Innovationsansatz dazu beitragen kann, kreative Ideen in Initiativen zu verwandeln, die nachhaltige Werte schaffen und langfristigen Erfolg sichern.

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